Willkommen!

In diesem Bautagebuch möchten wir unsere Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke auf dem Weg zu unserem Traumhaus dokumentieren.

Über Tipps und / oder Austausch mit anderen Bauherren würden wir uns auch sehr freuen :)

Fakten

Wo: Berlin Rudow Grundstück: 754m² Wohnfläche: 122m² Haustyp: Satteldach 130 Baufirma: Richter Haus

Bauzeit


177 Tage
Beginn 15.08.2012
Übergabe 07.02.2013

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Der richtige Stein für das Haus

Wir haben uns für ein Massivhaus (Stein auf Stein) entschieden. Nur ist nicht Stein gleich Stein, jeder Stein hat seine Vor- und Nachteile. Nun gilt es heraus zu finden, welcher Stein der richtige für sein Haus ist. Dazu muss man natürlich die Unterschiede kennen und was es überhaupt für Steine gibt.

Hauptsächlich werden heute Kalksandsteine, Porenbeton (YTONG) und Poroton-Steine (Wienerziegel) eingesetzt. Wobei die meisten Hausbauer Porenbeton- oder Poroton-Steine verwenden.

Kalksandstein: Perfekter Schallschutz

Kalksandsein bietet beim Schall- und Brandschutz hervorragende Werte, erfordert jedoch eine zusätzliche Wärmedämmung. Kalksandstein eignet sich daher besonders für Mehrfamilienhäuser in Straßennähe. Die Verarbeitung ist zeitintensiver als bei Porenbeton und Poroton, daher kaum noch bei den Hausbaufirmen standardmässig im Angebot.

Poroton-Stein (Ziegel): Gut und Bewährt

Der Poroton-Stein ist für die Wärmedämmung gut geeignet. Ziegelsteine haben auch einen guten Schall- und Feuchtigkeitsschutz. Ausserdem sollen diese für ein gutes Raumklima sorgen. Der Poroton-Stein hat damit gute Eigenschaften die sich in der Wohnqualität bemerkbar machen. Diese Steine sind sehr gut für den Massivbau von Einfamilienhäusern geeignet. Es gibt verschiedene Typen von Poroton-Steinen, die althergebrachten (etwas ungenaue Fertigung, die den Einsatz von Mörtel beim Mauern mit sich bringen) und die neueren maßgenauen Poroton-Steine. Letztere sind teurer, aber schneller zu verarbeiten (Dünnbettmörtel).

Porenbeton: Glänzt mit einer guten Dämmung

Porenbetonsteine haben eine noch bessere Wärmedämmung als Ziegel. Sie erfordern in der Regel keine zusätzliche Wärmedämmung (Monolitisch), haben allerdings einen geringeren Schallschutz. Für Einfamilienhäuser sind diese Steine somit auch geeignet. Die Verarbeitung ist einfacher als beim Poroton-Stein und durch die Größe der Steine geht der Aufbau der Mauer meistens sehr schnell. Auch das Bohren von Löcher (später für Regale, etc.) ist etwas unproblematischer, man benötigt keine Spezialdübel.

Fazit:

Wir haben uns für den Poroton-Stein entschieden. Durch die strenge EnEV 2009 kommt man sowie nicht mehr an einer zusätzlichen Wärmedämmung vorbei, daher fällt der Vorteil von Porenbetonstein (Monolitisch) weg. Für uns war der bessere Schall- und Feuchtigkeitsschutz ausschlaggebend.

Nachtrag (25.11.13):

Mit dem Poroton-Stein sind wir sehr zufrieden. Vor allem der „Schallschutz“ überzeugt uns. Von „Hellhörigkeit“ keine Spur 🙂
Wir haben alle Wände, also auch die Innenwände im OG mit Poroton-Steinen ausführen lassen. Und das ist auch gut so! 🙂

Meistens werden die Innenwände im OG Werkseitig mit Trockenbauwänden hergestellt. Diese haben aber meiner Meinung zwei Nachteile:

1. Wenn diese nicht doppelt beplankt ausgeführt werden (üblich ist eine Rigips-Platte), wird es schnell Hellhörigkeit.
2. Ist es relativ aufwendig an eine Trockenwand schwere Regale, Hängeschränke etc. anzubringen (Stabilität, Festigkeit usw.). Wenn man vorher schon genau weiß, wo schwere Dinge ran kommen, dann können die Trockenwände bzw. das Ständerwerk in diesen Bereich verstärk werden (gegen Aufpreis versteht sich). Hinterher wird es wie gesagt schwierig.

Massive Innenwände kosten zwar meistens einen Aufpreis, aber  diese Mehrkosten sind gut angelegt.

Der richtige Stein für das Haus
8 4.88

13 Antworten auf Der richtige Stein für das Haus

  • Bauprojekt2010 sagt:

    Hallo Lars.
    Dein Fazit ist nicht ganz korrekt, die EnEV2009 kann man durchaus nur durch Verwendung von Porenbetonsteinen ohne weitere Dämmung einhalten. T&C baut mit diesem Konzept, mit Dämmung bist Du dann schnell bei einem KfW70 Haus.

  • Ramona sagt:

    Hallo Lars,
    auch wir überlegen gerade, ob wir mit dem Poroton-Stein (T8 perlitgefüllt) bauen. Würde mich über Infos zu den Kosten für den Stein freuen sowie über Eure Erfahrungen nach dem Einzug. Besonders weil man oft von schwieriger Wandbefestigung mit Spezialdübeln (z.B. bei schweren Küchenschränken) und dem angeblich schlechteren Schallschutz in diversen Foren liest.
    Vielen Dank für Infos und viele Grüße
    Ramona

    • lars sagt:

      Hallo Ramona, zu den Preisen kann ich nichts sagen, da wir kein Vergleichsangebot haben. Unsere Baufirma baut nur mit Poroton und bis zum Einzug ist ja noch etwas hin 🙂

      Schlechter Schallschutz ist relativ. Gegenüber einen Kalk-Sand-Stein ist der Schallschutz „schlechter“, aber für ein EFH völlig ok (Meiner Meinung). Durch die Hohlkammern im Poroton-Stein wird der Schall in Längsrichtung übertragen. Wenn ihr einen T8-Stein nehmt, dann sollte es sich positiv beim Schallschutz bemerkbar machen. Das habe ich zumindest in einem Fachbuch gelesen (s. Buchtipp).

      Der Poroton-Stein ist etwas spröde und kann bei falscher Bearbeitung „brechen“ und die Stege (Hohlkammern) im Stein zerstören. Beim Bohren deswegen NIE mit Schlag bohren (Bohrhammer). Mit dem richtigen Dübel (z.b. TOX PSD-SL) bekommt man alles an die Wand. Für hohe Lasten gibt es von Fischer ein Injektions-System, das ist ein spezieller Mörtel der mit einer Ankerhülse in das Bohrloch kommt. Ist zwar etwas aufwendiger, aber so oft baut man seine Küche nicht um 😉

      Beim Thema Dübel lieber immer einen Fachmann fragen, jeder Poroton-Stein (T8, T17, usw.) hat seine „Eigenheiten“.

  • Linda sagt:

    Wie war denn jetzt das Bohren in Poroton? Wir wollten ja eigentlich Porenbeton, weil wir zum einen gelesen haben, dass die zusätzliche Dämmung so ihre Schwächen hat und nach 20 Jahren „abfallen und schimmeln“ kann. Zudem lesen wir gerade bei euch, dass es mit dem Bohren schwieriger ist. Ist es das wirklich? Habt ihr was zu dem Thema gelesen oder wurdet ihr hier beraten? Ist das vergleichbar mit WDVS?
    Viele Grüße
    Linda

    • lars sagt:

      Hi Linda, wenn Dämmplatten am Haus abfallen oder Schimmeln, dann stimmt etwas nicht mit dem Aufbau, Übergängen usw. Das ist meiner Meinung nicht die Schuld der Dämmplatten.

      Ich denke es gibt keinen schlechten Stein. Ob monolithisch mit einem dicken Stein (Ytong, Poroton usw.) oder mit einem zusätzlichen WDVS. Die Vor- und Nachteile habe ich versucht (s.o.) aufzuzeichnen.

      Zum Bohren im Poroton: Das ist auch nicht „schwerer“ als beim Ytong.

      Für die normalen Dinge nehmen wir einen SX Dübel von Fischer, gibt es in jedem Baumarkt und hält super.

      Für die Wandschränke wo viel Gewicht reinkommt (Küche) haben wir Gewindestangen „eingeklebt“ ( Injektions-System ), das geht auch ganz einfach.

      Das einzige was ein bisschen nervt ist der rote Bohrstaub, der setzt sich in jeder kleiner Pore fest. Also immer mit Staubsauger bohren und den Rest mit einem feuchten Schwamm abtupfen.

      • MRT sagt:

        Hallo LRAS. was meinste mit Inektion.System?
        Danke
        mrt

        • Lars sagt:

          Das ist ein spezieller Mörtel, womit man Dübel bzw. spezielle Hülsen & Gewindestangen in den Stein fest verankern kann.

        • MRT sagt:

          Danke Lars, wir stehen auch quasi vor der Frage welche Steim nehmen wir zum fürs Bauen, Poroton oder Pornebeton?
          Gruss
          mrt

        • Lars sagt:

          Mit dem Poroton-Stein sind wir sehr zufrieden.

          Wir haben auch im OG die Innenwände mit Poroton ausführen lassen (üblicherweise werden meistens dort Trockenbauwände gestellt).

          Der Schallschutz ist nach unserem Empfinden sehr gut 🙂

          • MRT sagt:

            welche Poroton sollte man dann nehmen? an besten gefläät uns der T7 gefüllt mit Perlit, was auch perlit heissen mag? 🙂 scheint aber gute Dämmerte zu haben, wir möchten gern auf eigene Faust bauen, was meinst du dazu, mag kein Bauträger und Architekte ist zu teuer:

          • Lars sagt:

            Welcher Poroton-Stein der richtige ist, kann ich Dir nicht sagen. Das hängt von vielen Dingen ab, hier musst Du die Planer, Architekten und/oder Fachleute fragen.

            Ob es eine gute Idee ist sein Haus selber zu bauen, kann man auch nicht pauschal beantworten. Dazu gehört auf jeden Fall sehr viel Fachwissen und auch sehr viel Zeit. Alleine die Organisation sollte man nicht unterschätzen!

  • Daniel sagt:

    Hallo,

    wir haben im oberen Geschoss einen 36,5 Porenbeton, den wir von außen verputzen lassen. So zumindest der Vorschlag des Architekten. Nun sagt uns der Bauunternehmer, dass wir eine erhöhte Gefahr von Wärmebrücken haben durch den „einschaligen“ Aufbau. Der Bauunternehmer schlägt vor: 17,5cm Stein + 6-8cm Glaswolle und 11,5cm Stein.
    Was sagt ihr zu diesem Einwand des Bauunternehmers? Wir haben nun Angast, dass wir Schimmel im Haus bekommen können, wenn wir Wärmebrücken einbauen.

    Zudem möchte ich fragen, ob die Gefahr von Schimmel durch den Einsatz von Poroton statt Porobeton zu minimieren ist.

    Danke im Voraus.

    Gruß

    Daniel

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